Baumspinat erkennen und in der Küche verwenden

Baumspinat

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Baumspinat, auch als Riesengänsefuß bekannt, ist ein wunderbares Kraut. Das hat vor allem zwei Gründe. Zum einen ist es superleicht zu erkennen und zum anderen ist es auch noch lecker 🙂 . Heute möchten wir kurz auf Merkmale und Besonderheiten eingehen. Zuletzt erfahrt ihr noch wie man den Schönling in der Küche verwenden kann. Viel Spaß 🙂 .

So mancher, der im Garten arbeitet, hat sich wohl schon mal wegen dem Baumspinat geärgert. Das Unkraut mit purpurner Krone ist nämlich Erstbesiedler und hat damit ein besonderes Faible für neu angelegte Beete. Da dort aber eigentlich nicht Baumspinat sondern Tomaten, Salat und Mangold wachsen sollte, rupfzupf landet der ungewollte Immigrant am Kompost.

Was sich wie das selbstverständlichste schlechthin anfühlt, sollte vielleicht aber nochmals überdacht werden, denn die kleinen, jungen Pflänzchen würden sich genauso gut im Salat oder im Omelett machen.

Bedenkt man, dass das Kraut im Gegensatz zum handelsüblichen Spinat in die Höhe statt in die Breite wächst und sogar Wuchshöhen von 3 Metern erreichen kann, könnte man sogar darüber nachdenken ein, zwei der Pflänzchen im Frühjahr gleich als Nutzpflanze stehen zu lassen. Die Idee setzen vor allem die Inder um, wo der Baumspinat seit langem großflächig kultiviert wird, aber auch in Europa steht immer öfter Baumspinat im Gemüsebeet.

Für alle, die nicht warten wollen bis sich zufällig ein Samen verirrt, gibt es natürlich auch die Möglichkeit Samen davon zu kaufen! 🙂

Oxalsäure und Saponine im Baumspinat

Baumspinat enthält Oxalsäure und Saponine. Ersteres kann Nierensteine begünstigen und zweiteres Darm und Nieren reizen. Das klingt jetzt ganz fürchterlich, ist aber halb so schlimm 🙂 .

Kurz zur Oxalsäure und den Nierensteinen. Ja es stimmt schon, dass durch vermehrte Aufnahme der Säure die Steinchen eher gebildet werden können. Dazu muss man aber regelmäßig viel Oxalsäure zu sich nehmen, besonders anfällig sein, wenig trinken oder ein Darmproblem haben. Zählt ihr euch nicht zu einer dieser Gruppe, dann lasst euch nicht vom Probieren abhalten 😉 . Überhaupt enthält auch handelsüblicher Spinat Oxalsäure.

Kurz zu den Saponinen. Saponine an sich sind ja nichts gesundheitsgefährdendes. Sie werden sogar zum Lösen von Bronchialschleim und zum Entwässern in der Pflanzenheilkunde verwendet. Wenn wer empfindlich ist, können die Stoffe aber den Darm reizen und eventuell Übelkeit hervorrufen. Die Reizung der Nieren resultiert in einem häufigeren Gang aufs Klo.

Es gilt wie immer: Die Dosis macht das Gift. Esst Baumspinat einfach nicht jeden Tag und alles ist gut! 🙂

Erkennungsmerkmale des Baumspinats

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Baumspinat

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Der Baumspinat ist recht leicht zu erkennen. Achtet einfach auf folgendes:

  • aufrechter Stängel
  • nicht kultivierte Exemplare in Europa werden etwa 1,5 Meter hoch. Man findet aber die gesamte Saison über auch kleinere Pflanzen.
  • gestielte Laubblätter sind oberseits mehlig überlaufen (siehe Bild oben)
  • die jungen Blätter erkennt man an ihrer teilweise purpurnen Färbung. Streift man über ein solches Blatt mit einem Nagel, so entfärbt es sich. Dies kommt daher, weil die purpurnen Blasenhaare abgekratzt werden und das eigentliche Blatt darunter erscheint
  • die Blätter sind sehr unregelmäßig gezähnt:

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Baumspinat Blaetter

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Es gilt wie immer, dass ihr euch unbedingt sicher sein solltet, dass ihr auch die richtige Pflanze in Händen haltet, bevor ihr sie esst!! Also gleicht besser zweimal ab, einmal mit unseren Bildern und Angaben und einmal mit Angaben aus anderer Literatur 😉 .

Nun wollen wir aber endlich kochen!! 🙂

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Mit Baumspinat in der Küche hantieren

Man kann den Baumspinat wie handelsüblichen Spinat verwenden. Das heißt soviel, wie ab damit in den Strudel, in die pikanten Muffins oder in die Lachs-Sahne-Sauce für die Pasta! Andere Möglichkeiten wären Baumspinatknödel oder Baumspinatspätzle. Auch Palatschinken kann man damit füllen oder man mixt sich ein Cremesüppchen zammen.

Auch roh schmeckt Baumspinat super! Im Salat punktet der feine Geselle nicht nur mit gutem Geschmack, sondern auch durch die Highlights, die seine purpurnen Blättchen setzen.

Vor Kurzem gab’s bei uns im Gemeinschaftsgarten eine Pizza mit Baumspinat – hat auch super gschmeckt 🙂 .

Wie ihr seht, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt 🙂 .

In diesem Sinne, wünschen wir allen ein gutes Gelingen und noch einen geschmeidigen Wochenausklang! 🙂

♥ Oktokussi von der Oktotussi ♥

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