Hände gut, alles gut! Ein Handcreme Rezept

Handcreme Titelbild

Hände sagen ja bekanntlich viel über einen Menschen aus. Doch was tun wenn das vermeintliche Aushängeschild plötzlich so gar nicht mehr will und sich anfühlt wie ein Reibeisen? Die Oktotussi hat für euch ein Rezept zu einer Handcreme, die eure Hände wieder samtweich macht!

Die Hände sind spröde und rau. Die Nägel schauen zwischen einem unschön zerfledderten Nagelbett hervor und nicht mal Nagellack kann das Ganze raus reißen. Das Dilemma kennt jeder von uns. Genau deshalb habe ich mich entschieden, ein Rezept für eine Handcreme zu erstellen, die trockenen Händen den Kampf ansagt! Da es viel zu schade wäre, das Rezept für mich zu behalten, teile ich es heute mit euch.

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Lamecreme

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Das Handcreme-Rezept

Als Wirkstoffe verwenden wir Harnstoff und Silkprotein. Außerdem möchte ich meinen neuen Emulgator, die Lame-Creme testen.

Harnstoff ist ein Wirkstoff, der auch oft in der Apotheke verwendet wird. Sein Vorzug liegt in der stark feuchtigkeitsspendenden Eigenschaft. Wenn man einer Creme 40% Harnstoff zugibt, kann man damit sogar Hühneraugen aufweichen und schließlich abschaben. Eine dermaßen starke Haut-Aufweichung brauchen wir aber nicht, weshalb wir nur 2% Harnstoff in die Creme geben. Für alle, die sich jetzt denken „Igitt, Harnstoff“, keine Sorge, es riecht nicht nach Pipi und schaut auch net so aus 😉 .

Silkprotein, oder Seidenprotein, wird aus Seidenfasern gewonnen und ist auch feuchtigkeitsspendend. Wir setzen es aber besonders aufgrund seiner Eigenschaft ein, der Haut ein glattes und geschmeidiges Gefühl zu verleihen.

Lame-Creme ist ein Polyethylenglykol-freier Emulgator, der in der Naturkosmetik eingesetzt werden darf. Zwar verwenden wir in diesem Rezept auch synthetische Zutaten (Parabene, Harnstoff) dennoch ist es mir wichtig immer so viel wie möglich auf natürliche Rohstoffe zurückzugreifen! Nun aber zum Handcreme-Rezept:

Für etwa 100 ml Handcreme braucht ihr >>

  • 10 g Lamecreme
  • 30 g Kokosfett
  • 20 g Olivenöl oder Gänseblümchen-Ringelblumen-Öl oder Löwenzahnöl oder … 😉
  • 100 g destilliertes Wasser
  • 3,2 g Harnstoff (synthethisch hergestellt-Naturstoffnachahmung)
  • 30 Tropfen Silkprotein
  • 20 Tropfen Parabene (Konservierungsmittel)
  • 20 Tropfen Ätherisches Öl nach Wahl (keine Zitrusöle, da von Verbrennungen in Kombination mit UV berichtet wurde)
  • Patene (oder leitfähiges Behältnis), Pistill (oder Messerrücken), Topf, Spatel (oder Löffelchen)
  • Alkohol für die Desinfektion
  • Einweghandschuhe
  • Tiegel oder Lotionflasche 100 ml, oder zweimal 50 ml

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Zur Herstellung unserer Handcreme gegen raue Hände

  • Es gilt wie immer, sauberes Arbeiten vermindert die Verkeimung eurer Creme und verlängert damit die Haltbarkeit! Ich empfehle ein Abwischen der Arbeitsfläche und aller verwendeten Rührutensilien mit hochprozentigem Alkohol und das Tragen von Handschuhen. Auch den Tiegel oder die Lotionflasche, in die ihr die Creme abschließend füllen werdet, sollte wenn möglich nochmals mit Alkohol ausgewischt werden.
  • Bereitet in einem Gefäß (Tipp > Ihr könnt den Tiegel oder die Lotionflasche verwenden) die 100 g Wasser vor.
  • Leert einen Teil des vorbereiteten Wassers (circa 7 g) in euer Rührgefäß und löst darin den abgewogenen Harnstoff durch leichtes Schwenken für 2 Minuten. Dann gebt die Lösung in ein gesondertes Gefäß. Warum das? Harnstoff ist wärmeempfindlich und darf deshalb erst nach Erkalten der Creme beigemengt werden, also erst beim allerletzten Schritt.

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Harnstoff in Wasser

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  • Wischt das Rührgefäß wieder trocken und gebt nun die abgewogene Lamecreme hinein. Dann stellt das Rührgefäß ins heiße Wasserbad.
  • Während die Lamecreme im Wasserbad schmilzt, wiegt Kokos und Calendulaöl gemeinsam ab und gebt die Mischung schließlich zur Lamecreme.
  • Haltet nun das Gefäß mit dem restlichen Wasser ins Wasserbad, um es leicht anzuwärmen und damit die Entstehung der Emulsion zu erleichtern. In der Zwischenzeit sollte eure Fettphase im Rührgefäß vollständig geschmolzen sein.
  • Rührt die Fettphase nochmals gescheid durch, bis sie einheitlich erscheint und gebt nun, immer noch im Wasserbad, peu à peu das Wasser zu. Wichtig ist es die Zugabe immer wieder zu unterbrechen und dabei der Emulsion durch fleißiges Rühren die Möglichkeit zu geben das Wasser aufzunehmen.
  • Ist das ganze Wasser eingearbeitet, nehmt euer Rührgefäß aus dem Wasser und rührt die Creme nun solange, bis sie erkaltet ist.
  • Zuletzt wird das Wasser mit Harnstoff eingearbeitet (langsam und unter Rühren), das Konservierungsmittel zugetropft und mit Ätherischem Öl beduftet.

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Handcremerl

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Sodalla! Nun bleibt mir nur noch allen, die das Handcreme-Rezept nachrühren wollen, ein gutes Gelingen zu wünschen!! 😀 Und falls noch Fragen aufkommen, scheut euch nicht davor die Kommentarfunktion zu nutzen!

♥ Oktokussi ♥

PS >> Für alle, die jetzt mehr aus dem Meer erfahren möchten: Besucht die Oktotussi auf ihrer Webseite oder werdet einfach Facebook-Freund! 🙂

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