Im Nullkommanix zum Wundermittel gegen blaue Flecken

Du bist auf der Suche nach einem Wundermittel gegen blaue Flecken? Dann bist du hier genau richtig! 

 

Wer kennt es nicht… das böse Erwachen nach dem Wochenende?! Hat man sich vorher noch richtig ganz gefühlt, ist man plötzlich an allen Ecken ramponiert. Ob nun blaue Flecken an den Beinen vom unkoordinierten Nachhause-Weg oder ein verstauchter Knöchel weil man dachte die eine Kurve geht sich noch aus bevor man galant an der Schihütte einfährt, wie auch immer, oft tuts weh und oft hilft Arnika!

Arnika ist eine Bergblume mit besonderem Potenzial! Ihre schmerzstillenden, entzündungshemmenden und durchblutungsfördernden Inhaltsstoffe helfen deinem Gewebe bei der Heilung, lassen Schwellungen schneller zurück gehen und blaue Flecken bis zum nächsten Wochenende wieder verschwinden. Die Oktotussi schwört auf sie und postuliert: Arnikasalbe ist ein wahres Wundermittel gegen blaue Flecken.

Ganz genau deshalb möchte ich heute mit euch eine Arnika-Campher-Salbe herstellen, passend zum Aufblühen der ersten Blüten in diesem Jahr. And here you go:

Das Ganze erfolgt in 2 Schritten >>

  1. Tinktur herstellen (sollten grad keine Blüten verfügbar sein, kann man sie oder auch gleich die ganze Tinktur in der Apotheke kaufen 😉
  2. Salbe daraus herstellen

 

Tinkturherstellung

Um die Tinktur herzustellen könnt ihr entweder frische Arnika pflücken oder getrocknete Ware in der Apotheke kaufen. Bedenkt bitte, dass ihr bei der Wildsammlung nur die gelben Blütenblättchen sammeln dürft, auf keinem Fall die ganze Blüte, oder gar die ganze Pflanze! ..Arnika steht in Österreich nämlich Naturschutz und indem wir sie schützen, ermöglichen wir unseren Nachfahren sie auch noch kennen zu lernen.

Füllt nun ein Einmachglas (zu dem ihr einen Deckel habts!) mit den Blütenblättern, trocken oder frisch ist egal, und bedeckt eure angedrückte Droge (ja so heißt des in der Wissenschaft 😉 ) mit 70%igen Alkohol aus der Apotheke oder alternativ mit klarem Schnaps aus dem Spirituosenregal, was die günstigere Variante darstellt!

Ich habe für 200 ml Alkohol 30 Gramm getrocknete Blüten verwendet. Hätte ich Frischware genommen, dann so circa 60 Gramm!

Wenn ihr alles im Glas habts gut verschließen und mindestens 2 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen. In dieser Zeit gehen nun die Wirkstoffe aus den Blüten in den Alkohol über und aus dem Alkohol wird allmählich unsere Arnika-Tinktur 🙂

Nach ungeduldigem Warten, können wir dann nach 2 Wochen endlich unsere Tinktur filtrieren. Zum Filtrieren könnt ihr einen Kaffeefilter verwenden und als Behältnis nehmt ihr möglichst ein Braunglas, da hält euch die Tinktur nämlich länger und zwar bis zu 3 Jahre!

Juhu! Schritt 1 auf dem Weg zu unserem Wundermittel gegen blaue Flecken wäre damit schon abgeschlossen. Gar nicht so schwer, oder? 🙂

Salbenherstellung

Das Herstellen der Salbe ist nun schon etwas komplizierter und wir brauchen einiges an Ausgangsstoffen zuhause. Kriegen tut ihr die entweder wieder in der teuren Apotheke und sonst im Online-Shop.

Einkaufszettel >>

  1. Bienenwachs als Emulgator
  2. Fettphase: kann Kokosfett, Sheabutter, Kakaobutter… sein
  3. Campheröl (alternativ auch Pfefferminzöl)

Von den Mengen her, nehme ich immer 10 Gramm Bienenwachs, 50 Gramm Fett und 30 Gramm Arnikatinktur. Solange das Verhältnis stimmt könnt ihr je nach Bedarf natürlich mehr oder fürs erste mal Salbe anrühren auch weniger nehmen 😉

Mein Tip für die Fettphase ist Hälfte Kokos und Hälfte Sheabutter. Wird von der Konsistenz her supergeschmeidig und lässt sich prima auftragen!!

Nun zum Anrühren >> Zunächt müsst ihr euch ein heißes Wasserbad herrichten. Des könnt ihr professionell mit Patene (aber notfalls auch ganz einfach mit einer Tupperware) im Topf machen! In den Topf gießt ihr kochend heißes Wasser und in die Patene/Tupperware gebt ihr das Bienenwachs und die Fettphase.

Es wird so lange gerührt (am Besten mit einem Stößel, im Notfall aber auch mit der Rückseite eines Messers) bis das ganze Fett zum Öl geschmolzen ist. Dann könnt ihr die Patene/Tupperware aus dem heißen Wasser nehmen.

Immer weiter rühren.

Hat die Fettphase wieder eine adequate Temperatur erreicht (etwa 50 Grad) wird schließlich die Arnika-Tinktur portionsweise(!!) unter weiterhin ständigem Rühren in die Fettphase eingearbeitet, wodurch unsere bisher nur unspektakuläre ölige Masse, einen plötzlichen Wandel durchlebt und zur Salbe wird.

Ist der ganze Alkohol gut in die Salbe eingerührt, also keine 2 Phasen mehr sichtbar, tropfen wir noch 5-10 Tropfen Campheröl ein. Alternativ könnt ihr auch Pfefferminzöl verwenden, oder wenn ihr ein Latschenkieferöl zuhause habts, könnts auch Hälfte Latschenkiefer und Hälfte Campheröl reintropfen. Campher- und Pfefferminzöl geben unserer Salbe eine zusätzliche kühlende, durchblutungsfördernde und desinfizierende Eigenschaft, während Latschenkieferöl vor allem entspannend wirkt. Zusätzlicher Pluspunkt der Öle >> Sie duften herrlich!! 🙂 Minuspunkt von Campheröl- und Pfefferminzöl >> nichts für Kinder unter 6 Jahren!!

Mit einem Teigschaber (oder alternativ auch einem einfachen Brotmesser) heben wir schließlich die Salbe aus der Patene/Tupperware und geben sie in einen alten (sauberen 😉 ) Creme-Tiegel. Falls nichts dergleichen zuhause rumgeistert, gibts Tiegel in verschiedensten Größen in der Apotheke, aber auch im Internet günstig zu kaufen.

Noch kurz Etikette draufkleben, dass ihr ja nicht vergesst was für Salbe ihr da gemacht habts und schon habt ihr euer erstes selbstgemachtes Wundermittel gegen blaue Flecken in Händen!

In dem Sinne wünsche ich euch allen ein gutes Gelingen und ich hoffe, dass ich euch helfen konnte nach dem nächsten Wochenende ein bisschen weniger blau zu sein 🙂  xXx

♥ Oktokussi ♥

PS: Falls euch mein Rezept gefällt, besucht mich doch mal auf meiner Webseite www.oktotussi.com. Hier warten schon zahlreiche andere interessante Rezepte und Beiträge rund ums Kosmetik und Heilmittel- Selbermachen auf euch.

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