Ein perfektes Muttertagsgeschenk: Veilchenzucker

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Veilchenzucker Titel

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Kaum zu glauben aber wahr. Nach einem unendlich erscheinenden Winter haben nun doch endlich die Sonnenstrahlen gesiegt und überall strecken die Frühlingsblumen ihre Hälse gen Himmel. Die wenigen Veilchen, die vor zwei Wochen noch unsere Wiesen säumten, haben sich exponentiell vermehrt und es kommt die Frage auf: Wie kann man die Blüten in der Küche verwenden?

Ihr habt auf der Oktotussi ja schon öfter von der Verwendung der Veilchen gehört. Letztes Jahr gab es ein Rezept für einen Veilchensirup und vor kurzem wurde berichtet, was es mit der Heilwirkung der Frühlingsblümchen auf sich hat.

Heute soll es mal um was ganz Anderes gehen. Weniger gesund, dafür aber himmlisch schön! Wir stellen Veilchenzucker her.

Wo und wann findet man Veilchen?

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Veilchen

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Bevor man Veilchenzucker herstellen kann, muss man erst mal Veilchen sammeln. Am besten ihr sucht an Wald- und Wegesrändern danach. Seltener sind sie auf Wiesen vertreten, was nicht heißt, dass ihr nicht auch hier Glück haben könnt.

Üblicherweise, also wenn der Winter sich nicht gar zu stark in die Länge zieht, erscheinen Veilchen im März. Ende April machen die violetten Frühlingsblümchen dann schon wieder anderen Pflanzen Platz und verschwinden bis zur nächsten Saison.

Worauf muss ich beim Ernten achten?

Das allerallerwichtigste beim Veilchen ernten ist, dass man nicht nur auf sich selbst denkt. Da draußen gibt es Millionen von Insekten, für die die kleinen Blümchen überlebensnotwendig sind. Im frühen Frühling gibt es noch kaum nektartragende Pflanzen, weshalb die wenigen, die es gibt, einen besonderen Stellenwert im Ökosystem tragen.

Hergestellt werden sollte also in unserem Fall lediglich eine kleine Nascherei, nicht ein Jahresvorrat an Veilchenzucker für die ganze Familie!

Welchen Teil der Veilchen erntet man?

Aufgepasst!! Für den Zucker werden lediglich die violetten Blütenblätter verwendet. Landen zu viele grüne Kelchblätter in eurem Zucker, riecht er nach Gras und hat grüne Flecken.

Veilchenzucker herstellen: So geht es!

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Hat man die Veilchen zuhause, geht es ans Zerreiben und Vermischen mit Zucker. Am besten funktioniert das mit einem Mörser oder eine Reibschale. Sollte sowas nicht vorrätig sein, geht es auch mit einem Messerrücken in einem tiefen Teller.

Nachdem die Veilchen zuerst kurz alleine verrieben werden, gibt man etwas Zucker hinzu. Dann mischt man so lange, bis die süße Freude eine gleichmäßige Färbung trägt. Passt einem die Farbe, verzichtet man auf mehr Zucker, sonst gibt nochmals etwas drauf. So bestimmt jeder seinen ganz eigenen Veilchenzuckerfarbton.

Zuletzt muss der Zucker noch getrocknet werden. Gebt ihn dazu am besten auf einen Teller und stellt ihn an einen windgeschützten Ort in die Sonne. Ist der Veilchenzucker ausgetrocknet, wird er nochmals mit einem Mörser oder Messerrücken fein verrieben und kann in ein Gefäß abgefüllt werden.

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Veilchenzucker Titel

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Was macht man mit Veilchenzucker?

Veilchenzucker beeindruckt von jung bis alt. Die wunderschöne Farbe setzt Akzente auf jeder Süßspeise und wenn man gut aufgepasst hat (keine Kelchblätter und Verwendung von Duftveilchen), dann trägt der Zucker auch noch ein super Aroma.

Besonders gut passt Veilchenzucker:

  • auf den Glasrand eures Veilchenspritzers
  • in die Sahne, die dadurch violett wird
  • als Muttertagsgeschenk – mit Selbstgemachtem punktet man ihmmer 😉

In diesem Sinne euch allen noch einen wunderschönen Tag!!

♥ Oktokussi von der Oktotussi♥

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