Mit Pflanzenkraft gegen Gallensteine

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Artischocke

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Immer mehr Europäer legen Steingärten an – dummerweise nicht vor dem Haus, sondern in ihrer Gallenblase. Schuld dafür soll die fettige Ernährung sein. Viele der Betroffenen leiden irgendwann unter so starken Schmerzen, dass sich die Ärzte für eine Entfernung der Gallenblase entscheiden. Doch was die wenigsten wissen, man wird die Steinchen durch Naturheilmittel zwar nicht mehr los, ihre Bildung lässt sich aber verhindern.

Vorwegzunehmen ist, dass die Galle eine Flüssigkeit ist, die von Leberzellen produziert wird und in die sogenannten Gallengänge abgegeben wird. Sie enthält Stoffe, die Fette in Lösung bringen können. Nur durch diese Stoffe ist es überhaupt möglich, Fette aus unserem Körper zu eliminieren bzw. in unseren Körper aufzunehmen. Die Gallenblase ist ein im Körper unter der Leber liegendes Organ, welches der Speicherung der Gallenflüssigkeit dient. Kommt Nahrungsbrei im Darm an, wird Galle abgegeben, um Fette aus dem Nahrungsbrei zu lösen und für Verdauungsenzyme zugänglich zu machen.

Gallensteine sind nun kleine Steinchen, die sich in unserer Galleblase bilden, wenn in der Galle ein Ungleichgewicht an löslichen Stoffen besteht. Solange die Steinchen in der Gallenblase verweilen, stören uns die kleinen Dinger eigentlich nicht. Versuchen die Steinchen aber nach draußen zu kommen, also durch den Gallengang Richtung Darm zu wandern, kann das höllische Schmerzen verursachen. Die Gallengänge sind nämlich ziemlich eng und die Steinchen mitunter recht groß. Oberbauchschmerzen, Koliken und Übelkeit können Symptome von Gallensteinen auf Wanderung sein.

Welche Personen sind besonders gefährdet Gallensteine zu bilden?

Es gibt eine Personengruppe, die besonders gefährdet ist, Gallensteine zu bilden. Es handelt sich um Frauen mit hellem Hauttyp, die über 40 sind, schon mehrere Geburten hinter sich haben und übergewichtig sind.

Die Entfernung der Gallenblase

Früher wurden Gallensteine bei einer Endoskopie entfernt oder durch Druckwellen von außen zerstört. Heute macht man das kaum mehr. Dies hat den einfachen Grund, dass die Steine immer wieder zurückkommen. Man müsste also alle paar Jahre eine aufwändige Prozedur hinter sich bringen. Außerdem sind immer wiederkehrende Steinprobleme mit einem erhöhten Risiko für den gefürchteten Gallenblasenkrebs verbunden.

Die Entscheidung fällt also mittlerweile fast immer auf die Gallenblasenentfernung. Das Tolle dabei ist, dass uns das Fehlen des Organs gar nicht wirklich auffällt. Die Gallenblase ist nämlich ein Relikt aus früheren Zeiten. Damals haben wir Menschen noch sehr selten gegessen und wenn, dann viel und sehr fettig. Um so viel fettige Nahrung auf einmal zu verdauen, hat der Körper den in der Gallenblase gespeicherten Gallensaft gebraucht.

Heutzutage ist unser Essverhalten anders. Wir essen häufiger und dafür weniger. Der Vorrat an Gallensaft, der in der Gallenblase gespeichert wird, ist nicht mehr nötig für die Verdauung dieser Portionen. Der Gallensaft der von der Leber ad hoc produziert wird, reicht uns aus.

Klingt ja alles toll und schön!

Doch wäre es nicht noch besser, sich durch eine einfache Ernährungsumstellung oder durch das Trinken eines Tees zur richtigen Zeit, all diese Unannehmlichkeiten zu ersparen?

Mit geballter Naturkraft gegen die Bildung von Gallensteinen

Bereits bestehende Gallensteine können durch Naturheilmittel nicht mehr behandelt werden. Im Gegensatz, hier kann eine pflanzliche Behandlung sogar Schaden anrichten. Alle Betroffenen sollten unbedingt mit ihrem Arzt sprechen, bevor sie beginnen sich selbst zu therapieren!!

Die Therapie der Steinchen ist also nicht möglich. Damit rückt die Vorsorge in den Mittelpunkt. Durch die Einnahme verschiedenster pflanzlicher Drogen kann man sich vor der Steinbildung schützen. Wirkprinzip ist die Stimulierung der Neubildung von Gallenflüssigkeit in den Leberzellen und die Förderung der Entleerung der Gallenblase. Der Fachbegriff für diese Wirkung ist „cholagog“, Naturheilmittel die cholagog wirken nennt man „Cholagoga“.

Die Einnahme von Cholagoga ist zwischen den Mahlzeiten am effektivsten. In diesem Zeitraum kommt die Gallenflüssigkeit nämlich etwas zur Ruhe, wodurch Salze leichter ausfallen können, was bedeutet, dass die Bildung von Steinchen droht.

Welche Pflanzen wirken cholagog?

Grundsätzlich wirken bittere, scharfe oder aromatische Pflanzen cholagog.

Ärzte empfehlen daher oft, sich bitter zu ernähren, um vorzusorgen. Das ist schon mal ein guter Ansatz! Bitterstoffe verursachen durch ihren Geschmack eine vermehrte Sekretion von Verdauungssäften. Dazu gehört auch die Gallenflüssigkeit.

Da es aber besonders wichtig ist die Gallensekretion zwischen den Mahlzeiten anzukurbeln, können gefährdete Menschen hier zusätzlich mit einem Gallentee oder einer Tinktur nachhelfen.

Geeignete Arzneidrogen dafür sind Artischockenblätter, Löwenzahnkraut oder -wurzel,  Ingwerwurzelstock oder Curcumawurzelstock. Da sollte doch für jeden Geschmack was dabei sein!

In diesem Sinne, allen ein schönes, gallensteinfreies Leben 🙂 !!

♥ Oktokussi ♥

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PPS >> Titelbild von Peter Grubbert, aka Rotmarder, gefunden bei Pixabay.

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