Fichtenspitzenhonig gegen Husten richtig herstellen

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Fichtenspitzen

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Mai ist Fichtenspitzenzeit! Dies bemerkt man spätestens, wenn man einen Ausflug in den Nadelwald wagt. Die grellgrünen neuen Triebe der Fichten unterscheiden sich so stark von den älteren Zweigteilen, dass man sie nicht übersehen kann. Welche Inhaltsstoffe sich in den sogenannten Maiwipferl enthalten und wie man sie gegen Husten nutzt, erfahrt ihr heute!

Erkennt ihr eine Fichte mit Leichtigkeit? Na dann, nix wie los, in den Wald mit euch!

Für alle anderen stehen erstmal Hausaufgaben an. Nadelbaum ist nämlich nicht gleich Nadelbaum. Die Verwechslung von Fichtenwipferl mit Eibenwipferl kann euch schneller als gedacht ins Krankenhaus und schlimmstenfalls direkt auf den Friedhof katapultieren. Vorsicht ist also besser als Nachsicht!

Doch wieso sollte man sich das Lernen und Sammeln überhaupt antun?

Inhaltsstoffe und Wirkung von Fichtenspitzenhonig

Fichtenspitzenhonig ist ein bekanntes Heilmittel bei schleimigen Husten.

Die Wirkung der Fichtenspitzen basiert auf ihrem Gehalt an Ätherischem Öl und Saponinen. Bei Einnahme wirken die Inhaltsstoffe schleimlösend und leicht antiseptisch.

Das ätherische Öl hat zudem eine durchblutungssteigernde Wirkung. In stärker durchbluteten Geweben kann unser Immunsystem besser arbeiten. Außerdem können ungewollte Stoffe (Entzündungsmediatoren oder schmerzauslösende Stoffe) schneller abtransportiert werden.

Zubereitung von Fichtenspitzenhonig

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Fichtenspitzen

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Eine viel verbreitete Zubereitungsweise ist das Einkochen von Maiwipfelsirup, bis dieser eine honigartige Konsistenz bekommt. Da ätherisches Öl jedoch bereits bei 40 Grad Celsius in seinen gasförmigen Zustand übergeht, entfliehen einem so zubereiteten Fichtenspitzenhonig die Wirkstoffe.

Um einen wirksamen Hustenhonig herzustellen, muss man also einen anderen Weg gehen. Dieser führt über die Herstellung eines alkoholischen Extrakts. Bestenfalls extrahiert man die Fichtentriebe in einer zehnfachen Menge Schnaps für 10 Tage (jeden Tag einmal schütteln) und mischt das Fichtenextrakt dann bei Raumtemperatur mit Honig (0,5 zu 10).

Die richtige Anwendung des Honigs

Bei der Anwendung von wirksamen Fichtenhustenhonig muss man darauf achten, ihn auch nach der Herstellung keinen Temperaturen über 40 Grad auszusetzen. Ihn zum Süßen von Tee zu verwenden, macht also nur wenig Sinn.

Am wirksamsten ist es einen Löffel Honig pur einzunehmen. Alternativ kann man sich auch ein Honigbrot damit streichen.

Allen Kräuterhexen und Kräuterhexerichen hiermit ein gutes Gelingen!!

♥ Oktokussi ♥

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