Das Veilchen und seine Verwendung als Heilmittel

image_pdfimage_print
Veilchen

.

Es kommt zusammen mit den ersten warmen Sonnenstrahlen und bringt uns endgültig auf den Frühlingskurs: Das Veilchen. Was das dufte Blümchen so an Kraft in sich trägt, erfahrt ihr heute.

März-Veilchen (Viola odorata) gehören zu den ersten Blumen, die man im Frühjahr entdecken kann. Nur Gänse- und Leberblümchen sind noch schneller dran. Natürlich fragt sich da gleich jedes Kräutersammler-Gemüt, was kann man mit der Frühlingsfreude anstellen? Bergen die zarten Pflänzchen eine Heilwirkung?

Inhaltsstoffe und Heilwirkung des Veilchens

Das Veilchen enthält strukturell noch unbekannte Saponine. Diese antibakteriellen Strukturen können Schleime lösen und damit das Abhusten erleichtern. Außerdem reizen sie die Nieren und sorgen so für eine vermehrte Ausscheidung von Wasser.

Neben den Saponinen ist noch etwas ätherisches Öl enthalten und phenolische Säuren.

In der Wurzel ist ein Alkaloid enthalten, das leicht brechreizerregend wirkt.

Das Veilchen in Volksmedizin und moderner Phytomedizin

In der modernen Phytomedizin findet das Veilchen keinen Platz mehr. Es hat zwar Inhaltsstoffe, die schleimlösend, wassertreibend und antimikrobiell wirken, dennoch wird es nicht mehr medizinisch angewandt. Das liegt daran, dass wir natürliche Heilmittel haben, die viel stärker wirksam sind und die zu züchten es deshalb mehr lohnt, zum Beispiel die Schlüsselblume.

In der Volksheilkunde und bei jedem, der sich seine Heilmittel lieber selbst von der Wiese holt, werden Veilchen aber nach wie vor geschätzt. Was macht man auch, wenn jemand einen Atemwegsinfekt hat und noch keine Schlüsselblumen am Feld stehen? Natürlich haben gut Vorbereitete noch einen Vorrat vom letzten Jahr, aber auf jeden trifft das wohl nicht zu.

Früher war das Veilchen auch als hustenlinderndes und die Melancholie bekämpfendes Mittel bekannt. Der Pfarrer Kneipp zum Beispiel verwendete es selbst beim zähen Keuchhusten. Aufgrund von schwacher Wirkung (Wirkungslosigkeit?) geraten diese Anwendungen aber zunehmend in Vergessenheit.

Wie und wann verwende ich nun das Veilchen?

Ein Veilchentee kann bei verschleimten Atemwegsinfekten eingesetzt werden, um den Schleim zu lösen und dann besser abhusten zu können. Außerdem hat der Tee eine leicht antibakterielle Wirkung. Er hilft dem Abwehrsystem also bei der Infektbekämpfung.

Man bereitet aus 1-2 Teelöffel getrocknetem Veilchenkraut (alle oberirdischen Teile der blühenden Pflanze) eine Tasse Tee zu (0,25 l) und trinkt diesen. Dies wiederholt man drei Mal pro Tag.

Das war’s vom Veilchen! In diesem Sinne, allen mit Frühjahrserkältung, eine gute Genesung!

♥ Oktokussi ♥

PS >> Wer jetzt Lust auf mehr aus dem Meer hat, kann die Oktotussi gern öfter besuchen! Werde dafür Facebook-Freund oder schau direkt auf dem Blog vorbei!

 

42 Shares

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu:
Hol dir den Oktotussi-Newsletter und bekomme Wildkräuterrezepte, News und Statements direkt in deinen Posteingang!

°